Am 25. und 26. Juli 2026 kamen die SPD Frauen Bayern in Nürnberg zusammen, um auf ihrer Landeskonferenz die Weichen für eine progressive Gleichstellungspolitik zu stellen.
Im Zentrum der Diskussionen standen wegweisende Anträge, die von der Sichtbarkeit von Frauen in der Politik bis hin zu tiefgreifenden Reformen im Arbeits- und Familienrecht reichen.
Mit klaren Beschlüssen fordern die SPD Frauen, dass bei Parteiveranstaltungen und in der medialen Darstellung (Social Media, Presse) eine Mindestquote von 40 % Frauen eingehalten werden muss. Gleichstellung muss als Kernziel der Sozialdemokratie endlich auch im öffentlichen Erscheinungsbild konsequent gelebt werden.
Wirtschaftliche Unabhängigkeit und soziale Sicherheit Die SPD Frauen Bayern setzen sich massiv für die Abschaffung von Mini-Jobs ein, um die wirtschaftliche Abhängigkeit und die Gefahr der Altersarmut von Frauen zu bekämpfen. Jede Arbeit soll ab dem ersten Euro sozialversicherungspflichtig sein.
Zudem fordern sie eine verbindliche Gleichstellungsprüfung für alle arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Reformen.
Konkret bedeutet dies:
Ein Antrag der Konferenz war die Forderung nach der rechtlichen Gleichstellung lesbischer Mütter. Die Co-Mutterschaft muss analog zur Vaterschaft ab Geburt anerkannt werden. D. h. eine Selbstverständlichkeit sein, wie bei Vätern auch!
Darüber hinaus fordern die Delegierten eine Stärkung des Opferschutzes durch die verpflichtende Aufnahme des Sexualstrafrechts in die juristische Ausbildung. Ziel ist ein traumasensibler Umgang der Justiz mit Betroffenen von geschlechtsspezifischer Gewalt.
Ausblick Die Landeskonferenz 2026 hat deutlich gemacht: Ohne Gleichstellung gibt es keine echte sozialdemokratische Reformpolitik. Die SPD Frauen Bayern werden weiterhin lautstark dafür kämpfen, dass Bayern ein Land der echten Chancengerechtigkeit wird – für alle Frauen, in allen Lebenslagen.